Das zweite Scherzo ist vermutlich das bekannteste der vier Werke aus jener Gattung, der Chopin einen ganz eigenen Charakter verlieh. Im Gegensatz zum 1. Scherzo sind glücklicherweise zusätzlich zu den Erstausgaben auch handschriftliche Quellen überliefert. Schülerexemplare mit Eintragungen von Chopin ergänzen das reichhaltige Quellenmaterial, das in der revidierten Henle-Urtextausgabe neu ausgewertet wurde. Ein Fußnotenapparat gibt Auskunft über autorisierte Varianten – ein detaillierter Kritischer Bericht im Internet (zusätzlich zum in der Ausgabe abgedruckten) erlaubt es allen Interessierten, in die quellengeschichtlichen Tiefen zu gehen.