Die Französische Ouvertüre BWV 831 veröffentlichte J.S. Bach 1735 zusammen mit dem berühmten Italienischen Konzert als zweiten Teil seiner „Clavier-Übung“. Die Bezeichnung als „Ouvertüre“ mag etwas täuschen, denn bei diesem Werk handelt es sich nicht nur um einen Eröffnungssatz, sondern um eine ausgewachsene Partita mit 11 Sätzen: Ouvertüre, Courante, Gavotte I & II, Passepied I & II, Sarabande, Bourrée I & II, Gigue und Echo. An melodischem Einfallsreichtum und rhythmischer Spielfreude steht sie ihren Schwestern aus dem 1. Teil der „Clavier-Übung“, den 6 Partiten BWV 825–830, in nichts nach.