Wie sein Vater hat auch Carl Philipp Emanuel Bach drei Sonaten für Viola da Gamba komponiert. Sie stammen aus seiner Zeit am Berliner Hof Friedrichs des Großen und gaben dem herausragenden Gambisten der Hofkapelle Gelegenheit, sein virtuoses Können zu zeigen. Während die beiden Sonaten Wq 136 und 137 mit Generalbass komponiert sind, folgt Bach in der Sonate g-moll Wq 88 dem Vorbild des Vaters: Rechte und linke Hand des Cembalos wetteifern in gleichberechtigter Dreistimmigkeit mit dem Soloinstrument. Die Originallage der Gambenstimme erlaubt auch eine Ausführung mit Viola, eine Bearbeitungspraxis, die bereits durch zeitgenössische Quellen belegt ist. Diese Fassung liegt unserer Urtextausgabe als alternative Stimme bei.