Der Beiname dieses letzten Konzerts, das Saint-Saëns für sein ureigenes Instrument, das Klavier, schrieb, hat doppelte Bedeutung. Einerseits entstand das Konzert in fieberhafter Eile im Frühjahr 1896 in Ägypten, nämlich in Luxor und Kairo. Andererseits benutzte der Komponist Elemente ägyptisch-orientalischer Musik. Er schrieb sogar später: „Der zweite Satz ist eine Art Orientreise, die in der Episode in Fis sogar bis zum Fernen Osten vordringt. Die Passage in G ist ein nubisches Liebeslied, das ich von Schiffern auf dem Nil singen gehört habe“.