Die drei Klaviersonaten op. 2 sind Beethovens erste Werke dieser Gattung, die er mit einer Opuszahl versah und somit als besonders wertvolle Kompositionen der Musikwelt präsentierte. Sie entstanden in Beethovens ersten Wiener Jahren und etablierten ihn – wie auch die Klaviertrios op. 1 – als einen der bedeutendsten Komponisten seiner Zeit. Alle drei Sonaten sind kleine Meisterwerke, die sich in Schwierigkeit der Ausführung und Bravour steigern. Im Zentrum der A-dur-Sonate steht das bekannte, tiefgründige Largo appassionato, dessen Staccato-Fundament an gezupfte Kontrabässe erinnert – ganz im Gegensatz zum leichtfüßigen Rondo-Finale, dessen Thema bei jeder Wiederholung von immer stärker ausgefeilten Arabesken eingeleitet wird. Murray Perahias in jahrzehntelanger Musizierpraxis bewährte Fingersätze eröffnen einen neuen Zugang zu diesem Meilenstein der Klavierliteratur.