„Es ist der Geist, der edle u. bessere Menschen auf diesem Erdenrund zusammenhält, der jetzt zu ihnen spricht“, schreibt Beethoven 1821 an die Widmungsträgerin der Sonate op. 109, die 19-jährige Maximiliane Brentano. Schon 1812 hatte Beethoven für sie ein kleines Klaviertrio (B-dur WoO 39) komponiert. Nun erhielt sie ein Werk ganz anderer Art – die erste der schwergewichtigen drei letzten Klaviersonaten. Erstaunlich bleibt, dass Beethoven den 1. Satz zunächst als eigenständiges Klavierstück verfasste und sich erst später entschloss, es zu einer vollständig Sonate auszubauen, die uns heute wie ein einziger großer Wurf entgegentritt.