Wie die Dreiergruppe op. 2 bietet auch die zwischen 1796 und 1798 entstandene Trias von op. 10 eine Zusammenstellung von drei ganz unterschiedlichen Sonatencharakteren. Die mittlere Sonate schließt mit ihrem musikalischen Humor in besonderer Weise an Opus 2 an. Dieser Humor speist sich insbesondere aus ungewöhnlichen Formexperimenten mit dem motivisch-thematischen Material, was einen zeitgenössischen Rezensent zum Tadel veranlasste, Beethoven sei zwar „ein Mann von Genie“, seine „Fülle von Ideen“ veranlasse „ihn aber noch zu oft, Gedanken wild auf einander zu häufen“.