Das Erscheinen des Werkverzeichnisses von Krystyna Kobylańska 1979 im G. Henle Verlag war ein Meilenstein für die Chopin-Forschung. Die Autorin legte ihren in polnischer Sprache erschienenen Manuskriptkatalog aus dem Jahre 1977 zugrunde und ergänzte diese Informationen durch die neusten Erkenntnisse über die Publikationsgeschichte der Werke Chopins. Seitdem ist erstmals ein systematischer Überblick über das gesamte Œuvre und seine Quellen möglich. Zu jedem Werk werden die maßgeblichen Manuskripte, Erstausgaben, die sogenannten Schülerexemplare, Briefzeugnisse und Sekundärliteratur aufgeführt. Die von Kobylańska entwickelte Systematik für Werke ohne Opuszahl, die sogenannten KK-Nummern, setzten sich schnell durch und besitzen bis heute Gültigkeit. Das Kobylańska-Werkverzeichnis bildet nach wie vor den Ausgangspunkt für jede wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Schaffen Chopins.